Der Prozess ist sowohl schnell als auch wiederholbar und folgt einem genauen Zyklus:
1. Klemmung: Die beiden Matrizenhälften werden fest zusammengeklemmt.
2. Einspritzung: Geschmolzenes Aluminium wird mit hoher Geschwindigkeit und hohem Druck in den Formhohlraum eingespritzt.
3. Abkühlung: Das Metall verfestigt sich schnell im Inneren der Matrize und nimmt seine Form an.
4. Auswerfen: Die Matrize öffnet sich und Auswerferstifte drücken das fertige Gussstück, das jetzt „Gussstück“ genannt wird, heraus.
5. Trimmen: Das überschüssige Material (Grat und Überläufe) wird entfernt.
Dieses Verfahren wurde aufgrund seiner überzeugenden Vorteile ausgewählt:
* Komplexität und Detailgenauigkeit: Kann komplizierte Formen mit dünnen Wänden, inneren Merkmalen und feinem Text erzeugen.
* Hohes Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht: Aluminiumgussteile sind stabil und dennoch leicht, was für die Verbesserung der Kraftstoffeffizienz in Fahrzeugen von entscheidender Bedeutung ist.
* Hervorragende Oberflächenbeschaffenheit: Teile erfordern oft nur eine minimale Nachbearbeitung vor dem Lackieren oder Plattieren.
* Hohe Produktionsrate: Die schnelle Zykluszeit ermöglicht die effiziente Herstellung großer Mengen.
Druckguss ist zwar leistungsstark, erfordert jedoch eine sorgfältige Konstruktion, um Defekte wie Porosität zu vermeiden. Die Wahl der Aluminiumlegierungen (z. B. A380 für hervorragende Fließfähigkeit und Festigkeit) ist entscheidend, um die spezifischen mechanischen und thermischen Anforderungen der Endanwendung zu erfüllen. Trotz der höheren Kosten der Matrizen im Vergleich zu anderen Formen sind die Kosten pro Teil bei großen Stückzahlen äußerst wettbewerbsfähig.
Aluminiumdruckguss gilt als erstklassige Fertigungslösung für die Herstellung starker, leichter und komplexer Metallkomponenten. Da die Industrie weiterhin Wert auf Gewichtsreduzierung und Leistung legt, wird die Nachfrage nach fortschrittlichen Teilen aus Aluminiumdruckguss noch weiter steigen.